Letzte Einsätze

10:46 Uhr 07.05.2026

Einsatz 5

10:46 Uhr 07.05.2026

07:22 Uhr 02.04.2026

Einsatz 4

07:22 Uhr 02.04.2026 B4

09:16 Uhr 17.02.2026

Einsatz 3

09:16 Uhr 17.02.2026 THL

Hier gehts zum Markt Bladl

Mitglied werden!

Unterstütze die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr 

 

24-Stunden-Einsatztag der Jugendfeuerwehr Ruhmannsfelden

Ein spannender, lehrreicher und abwechslungsreicher 24-Stunden-Einsatztag liegt hinter uns. Für die Jugendlichen stand ein ganz besonderer Tag auf dem Programm, der ihnen einen realistischen Einblick in den Alltag der Feuerwehr ermöglichte. Von verschiedenen Einsatzübungen über praktische Ausbildungseinheiten bis hin zur Übernachtung im Feuerwehrhaus war alles geboten, was das Feuerwehrherz höher schlagen lässt.

Nach der Begrüßung durch Organisator und Jugendwart Christian Ernst wurde zunächst der Ablauf des Einsatztages erklärt. Anschließend starteten die Jugendlichen mit einer Übungseinheit zum Thema „Knoten und Stiche“, die vom 2. Jugendwart Valentin Ernst durchgeführt wurde. Dabei konnten wichtige Grundlagen wiederholt und gefestigt werden, die im Feuerwehrdienst immer wieder benötigt werden.

Erste Einsatzübung: Ölspur mit Gefahrstofflage

Schon bald folgte der erste Alarm: „Ölspur – auslaufende Betriebsstoffe“. Die Einsatzübung wurde im Bereich „Am Turnplatz“ durchgeführt. Vor Ort stellte sich die Lage jedoch anders dar als zunächst angenommen. Neben der gemeldeten Ölspur wurde ein Fass mit Gefahrstoff gefunden, zudem stieg aus einem nahegelegenen Gulli Rauch auf. Angenommen wurde ein gefährlicher Stoff, der mit Wasser reagiert.

Diese Lageänderung machte eine neue Beurteilung der Situation erforderlich und forderte sowohl Gruppenführer als auch Mannschaft. Die Jugendlichen mussten umsichtig handeln, die Lage richtig einschätzen und die notwendigen Maßnahmen einleiten. Als Gruppenführer war Rudi Edenhofer eingesetzt, Maschinist war Dominik Kiersch.

Im Anschluss hatten die Jugendlichen Zeit zur freien Verfügung, bevor am Nachmittag auch die Öffentlichkeit in den Einsatztag eingebunden wurde.

Feuerwehr zum Anfassen für die Bevölkerung

Ab 16 Uhr waren interessierte Bürgerinnen und Bürger, allen voran Jugendliche und Kinder, eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr zu werfen. Die Besucher konnten die Fahrzeuge sowie das Gerätehaus besichtigen und verschiedene Gerätschaften kennenlernen. Besonders beliebt war der Rettungsspreizer: Dabei galt es, einen Tennisball möglichst gefühlvoll von einem Pylon auf einen anderen zu setzen. Für die kleinen Besucher war vor allem das Zielspritzen mit der Kübelspritze ein echter Renner.

Um 16:30 Uhr kam außerdem die Drehleiter DLK 23-12 der Stadt Viechtach nach Ruhmannsfelden. Bereits bei der ersten Fahrt ging es für Bürgermeister Werner Troiber und Christian Ernst rund 23 Meter hoch über die Dächer von Ruhmannsfelden. Im Anschluss wurden zahlreiche weitere Fahrten durchgeführt. Die Drehleiter war dabei ein besonderes Highlight für Groß und Klein. Ein herzlicher Dank gilt den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Viechtach für ihr Kommen und ihre Unterstützung.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die Verantwortlichen der Kinderfeuerwehr boten Kaffee, Kuchen und Getränke an. Verantwortlich hierfür war Judith Ernst, unterstützt von Christina Edenhofer und Daniela Seidl. Besonders erfreulich war die gute Resonanz und Beteiligung aus der Bevölkerung. Neben Bürgermeister Werner Troiber waren auch mehrere Gemeinderäte aller Gruppierungen anwesend.

Zum Abendessen gab es für die Jugendlichen und Helfer Leckeres vom Grill. Als Grillmeister war Florian Kopp im Einsatz.

Brand einer Gartenhütte im Bereich Bruckmühle

Um 20:30 Uhr folgte der nächste Alarm. Das Einsatzstichwort lautete „Brand Gartenhütte“. Im freien Gelände im Bereich Bruckmühle wurde angenommen, dass eine Gartenhütte in Vollbrand steht und das Feuer bereits auf die umliegende Vegetation überzugreifen droht. Ein schnelles und koordiniertes Handeln war erforderlich.

Ausgerückt waren das LF 10 (Florian Ruhmannsfelden 43/1), das LF 16 (Florian Ruhmannsfelden 40/1) sowie der Einsatzleitwagen ELW (Florian Ruhmannsfelden 11/1). Gelöscht wurde zunächst aus den Fahrzeugtanks der beiden Löschgruppenfahrzeuge. Nachdem der Brand eingedämmt war, wurde das Brandgut mithilfe eines Einreißhakens auseinandergezogen und anschließend mit Netzwasser endgültig abgelöscht. Bei Netzwasser handelt es sich um Löschwasser mit reduzierter Oberflächenspannung, dem eine geringe Menge Netzmittel beigemischt wird.

Als besonders wertvolles Einsatzmittel kam bei dieser Übung die Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Damit konnten die Jugendlichen Glutnester aufspüren und gezielt ablöschen. Gruppenführer war Jurek Schreiber, Maschinist Mathias Tax.

Ein herzlicher Dank gilt Klara und Florian Zellner für die Bereitstellung der Fläche.

eCall-Einsatz mit Kartenkunde

Zu späterer Stunde mussten die Jugendlichen einen weiteren Alarm abarbeiten. Alarmiert wurde „VU eCall – ohne Spracherwiderung“. Angenommen wurde folgendes Szenario: Ein Autofahrer hatte sein Mobiltelefon auf dem Autodach liegen lassen. In einer Kurve wurde das Telefon vom Dach geschleudert und löste dadurch automatisch einen Notruf aus. Ein solches Szenario kommt auch im echten Einsatzgeschehen mittlerweile häufiger vor.

Den Jugendlichen wurden die Koordinaten übermittelt, an denen der Notruf abgesetzt wurde. Mithilfe der Karten im Löschgruppenfahrzeug mussten sie zunächst herausfinden, wo sich der tatsächliche Einsatzort befindet. Dadurch wurde zusätzlich das Thema Kartenkunde in die Übung integriert.

Vor Ort musste sich der Gruppenführer zunächst ein Bild der Lage machen. Anschließend wurde der Bereich durch die Jugendfeuerwehr abgesucht. Nach kurzer Zeit konnte das Mobiltelefon gefunden werden und die Mannschaft rückte wieder ins Gerätehaus ein. Gruppenführer war Axel Tremmel, Maschinist Florian Kopp.

Nach dem Einrücken ins Gerätehaus folgte noch ein kurzes gemütliches Beisammensein, bevor Nachtruhe angesagt war. Wie bei der Berufsfeuerwehr durften die Jugendlichen im Feuerwehrhaus übernachten – auf Luftmatratzen oder Feldbetten.

Personenrettung im Sägewerk

Am nächsten Morgen startete der Tag nach dem Weckruf mit einem gemeinsamen Frühstück. Kurz nach 9 Uhr erfolgte dann die nächste Alarmierung. Das Stichwort lautete „THL – Personenrettung im Sägewerk“.

Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Person – dargestellt durch eine lebensgroße und schwere Dummy-Puppe – unter einem Bündel Holz, sogenannten „Schwadlen“, eingeklemmt war. Eine weitere Person wurde vermisst. Priorität hatte zunächst die Befreiung der eingeklemmten Person.

Mithilfe von Lufthebekissen und Unterbaumaterial wurde das schwere Holzbündel Schritt für Schritt vorsichtig angehoben und gesichert. Dabei war besonders wichtig, dass die Jugendlichen gut zusammenarbeiteten, sich abstimmten und ruhig vorgingen, um die eingeklemmte Person nicht zusätzlich zu belasten. Nach einiger Zeit konnte die Person erfolgreich befreit und mit der Krankentrage abtransportiert werden.

Anschließend wurde die vermisste Person gesucht. Diese hatte sich nach dem Unfall auf dem Sägewerksgelände versteckt und konnte nach kurzer Suche ebenfalls gefunden werden. Gruppenführer war Herbert Brem, Maschinist Dominik Kiersch.

Abschluss nach 24 Stunden

Nach dem letzten Einsatz rückten die Jugendlichen wieder ins Gerätehaus ein. Dort mussten die Fahrzeuge gewaschen und wieder neu bestückt werden. Verbrauchte oder benötigte Einsatzmittel wurden ersetzt, damit die Fahrzeuge wieder einsatzbereit waren.

Nach 24 Stunden endete der Einsatztag gegen Mittag mit einer gemeinsamen Abschlussbesprechung. Die Jugendlichen waren sich einig, dass es eine sehr schöne und gelungene Veranstaltung war, die gerne wiederholt werden soll.

Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, Unterstützern sowie allen, die zum Gelingen dieses Einsatztages beigetragen haben. Die Integrierte Leitstelle Straubing wurde bereits im Vorfeld eingebunden und unterstützte die Durchführung. Außerdem wurden durch Kommandant Johann Schweiger eigens separate „Jugendpiepser“ angeschafft, welche die Jugendlichen rund um die Uhr bei sich trugen. Dadurch wirkte der gesamte Einsatztag noch realistischer.

Der 24-Stunden-Einsatztag zeigte eindrucksvoll, wie viel Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Begeisterung in der Jugendfeuerwehr steckt.

Motto des Tages: Gemeinsam sind wir stark!