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Ein Meilenstein für die Feuerwehr

Feierliche Einweihung des generalsanierten Feuerwehrhauses und des Bauhofs – Gemeinde finanziell stark gefordert

Von Isolde Deiser

Ruhmannsfelden. „Was lange währt, wird endlich gut!“, begann Bürgermeister Werner Troiber seine Festrede zur Einweihung des generalsanierten Ruhmannsfeldener Feuerwehrhauses und des neuen Bauhofs des Marktes Ruhmannsfelden am vergangenen Freitag, die von Christian Horil musikalisch umrahmt wurde und bei guter Bewirtung bei einem gemütlichen Beisammensein beendet wurde.
Werner Troiber begrüßte Pfarrer Tobias Magerl und rund 100 Gäste aus Politik, Feuerwehrwesen, Architekturbüro und den am Bau beteiligten Firmen in der großen Halle des Feuerwehrhauses, ganz besonders die Gastredner und zahlreiche Gemeindeoberhäupter von Bernried bis Zwiesel.
„Stolz und dankbar bin auch auf meinen Marktgemeinderat mit meinem Stellvertreter, den 2. Bürgermeister Bernhard Wühr, und Kreisbrandmeister und Marktrat Thomas Märcz, der manchmal auch als kritischer Baukontrolleur fungierte. Euch gilt ein besonderer Dank, für die Objektivität und Weitsicht zu Gunsten unserer Feuerwehr und unserer Bauhofmitarbeiter“.
Der Dank des Bürgermeisters galt den vielen Akteuren im Hintergrund und den am Bau beteiligten Firmen, die trotz mancher Schwierigkeiten während der Bauphase engagiert und professionell gearbeitet hätten, denn die Baumaßnahme sei in die höchst angespannte „Corona-Phase“ gefallen mit Ein- und Beschränkungen, Ausfällen und Lieferschwierigkeiten. Das Durchhaltevermögen und die Flexibilität der jeweiligen Geschäftsleitung und der vor Ort tätigen Mitarbeiter hätten zum Gelingen beigetragen, sagte Troiber dankbar. Respekt und Anerkennung galt den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und dem Bauhof, für die Unterstützung und das Verständnis während der Bauphase. Stellvertretend dankte Bürgermeister Werner Troiber Kreisbrandmeister Thomas Märcz, dem jetzigen Ehrenkommandanten Rudi Edenhofer, sowie Kommandant Johann Schweiger und Feuerwehrkamerad Axel Tremmel für die vielen ehrenamtlich erbrachten Arbeitsstunden.
Mit der Sanierung des Feuerwehrgebäudes sei ausreichend Platz geschaffen worden für eine zukunftsorientierte Ausrichtung und Schlagkraft der Feuerwehr Ruhmannsfelden. Mit dem Neubau des Bauhofs hätten die Mitarbeiter endlich ein eigenständiges Gebäude bekommen, das die Bedingungen für sie deutlich verbessere und es dem Markt ermögliche, die Infrastruktur und Dienstleistungen noch effizienter zu gestalten, stellte Troiber heraus.
Danach schilderte der Dienstherr der Feuerwehr die „unendliche Geschichte Feuerwehrhaus“, die schon 2012 auf der Agenda gestanden und von Kommandant Rudi Edenhofer schon früher angemahnt worden war. 2015 kam der Marktratsbeschluss zur Generalsanierung und im Juni 2016 wurde der Planungsauftrag mit Kostenermittlung vergeben. Aber am 16.Juni 2016 kam der große Hagelschaden an der Mittelschule, deren Ertüchtigung samt Turnhalle rund zehn Millionen Euro verschlang. Deshalb mussten die Feuerwehrhaussanierung und der Bauhofneubau hintangestellt werden. Für die insgesamt 4,6 Millionen Euro Kosten habe es 312435 Euro aus dem KfW-Bundesförderprogramm gegeben. 4,3 Millionen Euro muss der Markt selbst berappen. Obwohl es für einen Neubau des Feuerwehrhauses mehr Förderung gegeben hätte, habe man sich für die Ressourcen schonende Generalsanierung entschlossen.
Umso größer sei nun die Freude, dass beide Baumaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden konnten und nun den kirchlichen Segen bekommen von Pfarrer Tobias Magerl. „Der Segen möge allen, die hier arbeiten und im Einsatz sind, Schutz und Sicherheit bieten“, wünschte Bürgermeister Werner Troiber.
Landrat Dr. Ronny Raith lobte das schöne Gebäudeensemble Bauhof und Feuerwehrhaus. Er gratulierte dem Marktrat für die zukunftsorientierten Entscheidungen. Es sei auch die Heimat der Feuerwehrleute, da sie darin zudem ihre Übungen und Schulungen abhalten aber auch Geselligkeit pflegen. „Die Bevölkerung kann sich auf die Feuerwehr verlassen“, betonte der Landrat, der selbst aktiver Feuerwehrmann ist.
Auch MdB Alois Rainer betonte, solche Investitionen in die Zukunft brauche man für die Feuerwehr, die im Ehrenamt 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag für die Mitmenschen da ist. Rainer zeigte sich begeistert über die Ressourcen schonende Generalsanierung und überreichte an Kommandant Johann Schweiger ein Erinnerungsgeschenk.
Kreisbrandrat Hermann Keilhofer schwärmte, man traue seinen Augen kaum, was hier geschaffen wurde, wenn man an das frühere Haus denke. Als Stützpunktfeuerwehr habe die Feuerwehr Ruhmannsfelden einen Anspruch auf modernsten Stand mit allen technischen Möglichkeiten. „Dieses Haus ist genau auf die Feuerwehr zugeschnitten und geht in die Geschichte der Feuerwehr Ruhmannsfelden ein“, sagte Keilhofer und dankte dem Marktrat für die mutige Entscheidung der Generalsanierung.
Johannes Weber vom Planungsbüro Weber stellte den langen Planungsprozess der beiden Bauvorhaben vor, der, nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie, zu einer enormen Kostensteigerung geführt habe. Er merkte an, dass Bauhof und Feuerwehrhaus mit der klimaneutralen Heizungsanlage der Mittelschule beheizt werden. Lob gab es von Johannes Weber für die allseits gute Zusammenarbeit. Insgesamt seien 29 Firmen involviert gewesen, wobei die gesamte Baumaßnahme unfallfrei durchgezogen werden konnte. Als „Zuckerl“ sagte Architekt Johannes Weber die Spende einer Sitzplatzüberdachung vor dem Feuerwehrhaus zu, für die sich vier am Bau beteiligte Firmen als Sponsoren zur Verfügung stellten.
Der 1. Kommandant Johann Schweiger freute sich ganz besonders, dass von der Feuerwehr Traunreut, mit der man schon viele Jahre freundschaftlich verbunden ist, der 1. Vorstand Hermann Künzner und seine Stellvertreterin Laura Ionescu gekommen sind, die ein Erinnerungsgeschenk an diesen großen Tag der Feuerwehr Ruhmannsfelden überreichten, ebenso wie Dienstherr Bürgermeister Werner Troiber. „Ansonsten bleibt mir nur übrig Danke zu sagen an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir heute zur Einweihung zusammen kommen konnten“. Sein Dank ging auch an alle Sponsoren und die Kuchenbäckerinnen für die Einweihung. Als er Ehrenkommandant Rudi Edenhofer als nächsten Redner ankündigte, gab es einen großen Applaus.
Rudi Edenhofer, der im November 2024 die Kommandantschaft an Johann Schweiger übergeben hatte, meinte: „Wovon ich lange geträumt habe, ist nun Wirklichkeit geworden“. Es sei eine gigantische Leistung von allen Mitwirkenden. „Wir alle miteinander können stolz sein“, bekräftigte Edenhofer.
Der Höhepunkt war die Segnung des Feuerwehrhauses und des neuen Bauhofes durch Pfarrer Tobias Magerl. „Mögen die Feuerwehrleute im Dienst am Nächsten vor Gefahr bewahrt bleiben. Der Schutzheilige der Feuerwehren St. Florian soll Schutzschild sein. Gott möge ihnen ihren Einsatz für die Mitmenschen lohnen“, erbat Pfarrer Tobias Magerl Gottes Segen, schritt durch die Räume und segnete auch den neuen Bauhof.
 
Bilder und Text: Deiser Isolde / PNP
 
Weitere Bilder vom Gerätehaus folgen!!