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Feuerwehr startet die Luftaufklärung

 FFW Ruhmannsfelden hat sich eine Drohne angeschafft – Überblick bei Großeinsätzen und der Personensuche

Von Isolde Deiser

Die Freiwillige Feuerwehr Ruhmannsfelden hat eine neue technische Ära eingeläutet und sich eine Drohne angeschafft. Es ist das erste Fluggerät dieser Art, das eine Feuerwehr im Landkreis Regen zur Verfügung hat.
Der erste Kommandant Rudi Edenhofer hatte die Feuerwehrführungskräfte des Landkreises, Bürgermeister Werner Troiber mit den Markträten sowie seine Kameradinnen und Kameraden zur Vorstellung der Drohne ins Feuerwehrhaus eingeladen. In seiner Begrüßung freute sich der Kommandant, dass die Corona-Krise die Feuerwehrkameraden nicht auseinander dividieren konnte. Sein Dank galt Bürgermeister Werner Troiber und den Markträten, die sich für die Anschaffung der leistungsfähigen Drohne für die Feuerwehr entschieden hatten.


Verfügbar auch für andere
Hilfsorganisationen


Alois Stracker legte zudem 2000 Euro als Spende drauf und Hans Steinbauer sponserte zur Feier des Tages das gemeinsame Essen. Besondere Anerkennung hatte der Kommandant auch für den Kameraden Axel Tremmel und dessen Team. Sie hatten sich vorab informiert, um das richtige Fluggerät zu beschaffen und haben das nötige Knowhow erworben. Ein „Konzept zum Einsatz einer Drohne der Feuerwehr Ruhmannsfelden im Landkreis Regen und im Rahmen des Katastrophenschutzes im Freistaat Bayern“, sei bereits erarbeitet, informierte Rudi Edenhofer. Bis September werde das ganze Team in der Bedienung geschult sein.
Damit ergebe sich eine ganz neue Strategie zur Lageermittlung, Erkundung, Aufklärung und Personensuche. Die Drohne werde man mit den geschulten Kameraden auf Anforderung durch Führungskräfte der Feuerwehr oder der jeweiligen Einsatzleiter auch anderen Feuerwehren und Hilfsorganisationen schicken, stellte Edenhofer in Aussicht. „Wenn nur ein Mensch dadurch gerettet wird, hat sich die Anschaffung schon gelohnt“, meinte er.
Bürgermeister Werner Troiber stellte fest: „Auf meine Feuerwehr ist immer Verlass.“ Mit Freude stellte Troiber fest, dass auch die Bergwachtbereitschaft mit Klaus und Anita Schober vertreten waren, ebenso die Helfer vor Ort mit Birgit Biermeier, Bernhard Hacker und Notarzt Dr. Michael Stern.
Er und die Markträte hätten den Kauf der Drohne befürwortet, weil diese mit Wärmebildkamera und Scheinwerfer auch für die Feuerwehrleute ein Stück Sicherheit bedeute bei den Einsätzen. Konstruktiv und vorausschauend habe Kommandant Edenhofer die Anschaffung der Drohne forciert, lobte Werner Troiber. Der Dank des Bürgermeisters galt auch den Sponsoren.
Kreisbrandmeister Thomas Märcz erklärte, warum man daran dachte, eine Drohne zu beschaffen. Bei einem Einsatz der Bergwacht im Mai dieses Jahres, bei der Hundesuche in Wildtier, wäre eine Drohne dringend notwendig gewesen. Als Mitglied der FFW Ruhmannsfelden freute er sich besonders, dass die Wehr nun die erste Drohne im Landkreis anschaffen konnte, dank Rudi Edenhofers Engagement als „Bettelmönch“ und Axel Tremmels Knowhow, der das mit seinem Team technisch auf die Reihe gebracht habe.
Kreisbrandinspektor Christian Stiedl stellte die Vorteile der Drohne heraus, denn die Zeit schreite technisch rasant voran. Inzwischen seien Drohnen bezahlbar und kein technisches Spielzeug mehr, sondern ein bald unverzichtbares Gerät bei bestimmten Einsätzen. Er lobte, Kommandant Rudi Edenhofer, der für technische Neuerungen immer offen sei.
Stiedl freute sich außerdem, dass mit Axel Tremmel und dem Team unter dem zweiten Kommandanten Hansi Schweiger die sichere Bedienung der Drohne gewährleistet sei.
Interessant war dann Axel Tremmels Vorführung der Drohne, deren aufgenommene Bilder man auf einem Bildschirm im Mannschaftswagen verfolgen konnte. Dazu erklärte Rudi Edenhofer, dass „ein leistungsfähiges Profigerät angeschafft wurde, das auch in der Industrie zum Einsatz kommt“. Die gleiche Drohne sei auch beim Brand von Notre-Dame in Paris eingesetzt worden.


Eine fliegende Wärmebildkamera


Der Kommandant hatte zuvor bereits die Vorteile beim Einsatz der Flugdrohne erklärt und was sie alles kann. „Mit der Anschaffung einer Flug-Drohne wird ein neues Kapitel in der strategischen und qualifizierten Einsatzführung sowie Lageerkundung aufgeschlagen.“ Bei der beschafften Drohne handle es sich um ein Fluggerät mit Wärmebildkamera und einige für die Einsätze relevante Zusatzfeatures, die für Erkundung, Aufklärung, Überwachung und auch zur Personensuche eingesetzt würden. So seien auch Audiosequenzen über einen an der Drohne befestigten Lautsprecher möglich sowie das Ausleuchten kleinerer Flächen durch den Aufsatz eines externen LED-Strahlers.
Die Steuerung erfolge von einer Basisstation aus und das Bild werde in Echtzeit an einen externen Monitor übertragen. Somit erhalte der Einsatzleiter einen einzigartigen Überblick über Schadenszustände bei Brand-, Sturm- und Wasserschäden sowie bei der Personensuche. Durch die geringe Überflughöhe und die vergleichbar geringen Kosten beim Einsatz gegenüber Hubschraubern hätten die Hilfsorganisationen ein sehr gutes und vergleichsweise günstiges Führungsmittel zur Verfügung. Die Drohne sei ein perfektes Einsatzgerät, unter anderem bei Gefahrgutunfällen, Unwetter, größeren Schadensereignissen und der Personensuche.
 
Quelle: PNP

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